Flash vs. Suchmaschinenoptimierung
Sonntag, 25. Mai 2008Adobe Flash wird immer häufiger als Mittel zur Gestaltung der Webseiten gewählt. Dabei setzen nicht nur Design-Agenturen oder Fotografen darauf, sogar solche seriöse Institutionen, wie Banken, finden es nicht mehr zeitgemäß, nur auf reine Grafik und HTML zu setzen. Das ist auch OK, solange man damit aber nicht übertreibt und an geeigneten Stellen Flash einsetzt. Denn es kommt häufig zur Enttäuschung, wenn man eine rein Flash-basierte Seite für die Suchmaschinen zu optimieren versucht. Der Grund ist, die Funktionsweise der meisten Suchmaschinen wurde unter der Annahme entwickelt, dass die Zielseite in HTML geschrieben ist. Große Suchmaschinen wie Google sind schon zwar in der Lage, Text und Links aus einer Flash-Datei zu extrahieren, da aber der Text im Flash nicht strukturiert gespeichert ist, kann die jeweilige Suchmaschine nicht erkennen, ob es sich um einen Überschrift, eine Zitat oder einen anderen Teil des Dokuments handelt. Das heißt, dass die Suchmaschine nicht in der Lage ist, die Wichtigkeit des Textabschnittes zu beurteilen und entsprechend die Ergebnisse nach Relevanz zu sortieren. In HTML dagegen kann man mit H1-Tag den Überschrift klar kennzeichnen, sowie die anderen Text-Abschnitte in Verbindung mit den entsprechenden Tags. Vermutlich ist dieses Problem mit der Beurteilung der Wichtigkeit auch der Grund, warum die Suchergebnisse, die aus einer Flash-Seite gewonnen wurden, fast nie zum Vorschein gebracht werden. Nur wenn man explizit bei Google die Flash-Dateien durchsucht, bekommt man die daraus resultierende Ergebnisse.
Was muss man also tun, um das Problem zu minimieren?
Die Tatsache ist, man kann nicht mehr auf Flash einfach verzichten. Man muss also einen Weg finden, um sowohl den Besucher, als auch die Suchmaschine mit dem Ergebnis zufrieden zu stellen.
Dabei führen viele Wege nach Rom, nicht alle sind aber günstig und ohne Gefahren.
Die am häufigsten verwendete Methode ist, die Erstellung zweier separaten Webseiten, eine als rein Flash-basierte Datei und die andere – in HTML. Ich finde aber diese Lösung nicht optimal und würde eher zu einer Kombi-Lösung greifen. Man sollte also lieber eine HTML Seite erstellen und in diese an geeigneten Stellen Flash einbinden. Es existiert eine Meinung, dass man mit Hilfe von JavaScript zwischen einem echten Besucher und einer Suchmaschine danach unterscheiden kann und entsprechend entweder Text ohne Flash oder aber beides so anzeigen, dass der Browser vom Besucher zwar den Text auch mitlädt, der aber für den Besucher unsichtbar wird, weil der Text mit dem Flash-Äquivalent überlappt wird. Ich finde diese Methode aber mehr als fraglich, da man damit sehr einfach aus dem Suchmaschinen-Index fliegen kann, was je nach Webseite erhebliche Auswirkungen auf Kerngeschäft haben könnte.